Alte Ansichtskarten werden für die beidseitige Digitalisierung an einem Fotoscanner vorbereitet

Ansichtskarten scannen oder scannen lassen?

Ansichtskarten scannen oder scannen lassen? Erfahrungen mit mehr als 10.000 Karten

Veröffentlicht und zuletzt aktualisiert:
Autorin: Marion Schanné

Alte Ansichtskarten gehören seit Jahrzehnten zu meinen Hobbys. Aus einzelnen Karten wurden Serien, Alben und ganze Konvolute. Heute umfasst meine Sammlung weit mehr als 10.000 Stück. Darunter befinden sich Ortsansichten aus verschiedenen Ländern, ungelaufene Karten, Reisegrüße und historische Postkarten, deren Rückseiten oft ebenso interessant sind wie ihre Motive.

Inzwischen arbeite ich diese Bestände systematisch auf. Ich ordne die Karten nach Regionen oder Themen und erfasse ihren Zustand. Danach werden Vorderseite und Rückseite digitalisiert. Ein Teil dient als Grundlage für Sammlerkataloge, ein anderer bleibt in meinem persönlichen Archiv. Bei großen Konvoluten zeigt sich erst nach dem Sortieren, welche Orte mehrfach vorkommen und welche Karten durch Poststempel oder Handschriften miteinander verbunden sind.

Das Fotografieren und der übliche Flachbettscanner, den viele Menschen zu Hause haben, waren für einzelne Karten brauchbar. Für eine Sammlung dieser Größe war beides zu aufwendig. Jede Karte musste neu positioniert und nach dem ersten Scan gewendet werden. Bei mehreren tausend Karten wird daraus keine gemütliche Nebenarbeit mehr, sondern ein Projekt über Jahre. Wie vielseitig bereits ein kleiner Bestand sein kann, zeigt mein Beitrag über alte Ansichtskarten aus den USA und ihre regionalen Motive.

Die wichtigste Erkenntnis aus meiner eigenen Sammlung: Nicht die höchste technische Leistung entscheidet über einen guten Arbeitsablauf. Der Scanner muss zur Menge und zum Zustand der Karten passen. Für stabile Standardkarten kann ein automatischer Einzug viel Zeit sparen. Empfindliche Originale brauchen weiterhin eine vorsichtige Einzelbearbeitung.

Warum ich meine Ansichtskartensammlung digitalisiere

Eine digitale Datei ersetzt keine historische Karte. Papier, Druckbild und Gebrauchsspuren gehören zum Original. Ein Scan schafft jedoch einen zweiten Zugang zur Sammlung. Motive lassen sich schneller finden, Serien können am Bildschirm verglichen werden, und eine Karte muss nicht bei jeder Anfrage erneut aus ihrer Schutzhülle genommen werden.

Das ist besonders hilfreich, wenn Konvolute zunächst ungeordnet ankommen. In einer digitalen Übersicht fallen gleiche Verlagsnummern oder wiederkehrende Fotografen schneller auf. Bei gelaufenen Karten werden zeitliche Zusammenhänge sichtbar. Eine Ansichtskartensammlung digitalisieren bedeutet deshalb nicht nur, Bilddateien zu erzeugen. Es entsteht ein Arbeitsarchiv, das die Beschäftigung mit den Originalen erleichtert und Informationen langfristig sichert.

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Ein Beispiel dafür, wie vielfältig Motive, Poststempel und handschriftliche Rückseiten innerhalb einer regionalen Sammlung sein können.

Das Ziel bestimmt Auflösung und Aufwand

Vor dem ersten Scan sollte feststehen, wofür die Dateien später gebraucht werden. Eine reine Bestandsübersicht stellt andere Anforderungen als ein gedruckter Sammlerkatalog. Für die schnelle Zuordnung genügt meist eine solide, gleichmäßige Erfassung. Sollen kleine Druckvermerke untersucht oder Ausschnitte vergrößert werden, ist mehr Auflösung sinnvoll.

Warum das Fotografieren bei großen Mengen an Grenzen stößt

Alte Postkarten lassen sich grundsätzlich fotografieren. Gute Ergebnisse verlangen jedoch eine feste Kameraposition und gleichmäßiges Licht. Schon ein leicht veränderter Winkel führt zu schiefen Kanten oder Reflexionen. Die Aufnahme muss anschließend geprüft und häufig zugeschnitten werden.

Bei wenigen Lieblingsstücken ist dieser Aufwand vertretbar. Für eine große Postkartensammlung fehlt jedoch die Gleichmäßigkeit. Gelaufene Karten müssen zusätzlich gewendet und erneut fotografiert werden. Erst beide Seiten zusammen ergeben das vollständige historische Objekt. Besonders anschaulich wird das bei gelaufenen Ansichtskarten mit nachvollziehbaren Postwegen.

Der Flachbettscanner bleibt für empfindliche Karten wichtig

Ein Flachbettscanner erfasst Vorlagen gleichmäßig. Die Karte liegt ruhig auf der Glasfläche und wird nicht durch Rollen transportiert. Für eingerissene oder stark gewellte Stücke bleibt das ein großer Vorteil. Auch ungewöhnliche Formate und Karten mit empfindlicher Oberfläche können einzeln behandelt werden.

Die Grenze liegt in der Arbeitsgeschwindigkeit. Jede Ansichtskarte muss aufgelegt und nach dem ersten Scan gewendet werden. Bei 1.000 Karten entstehen mindestens 2.000 einzelne Scanvorgänge. Als einzige Lösung wäre das für meine Sammlung nicht praktikabel. Der Flachbettscanner bleibt dennoch für alle Karten wichtig, bei denen ein automatischer Einzug ein vermeidbares Risiko darstellen würde.

Diese Karten gehören nicht in einen automatischen Einzug:

  • Karten mit Rissen, losen Ecken oder abstehenden Schichten
  • stark gewellte, feuchte oder verschmutzte Vorlagen
  • Exemplare mit Kleberesten, aufgeklebten Teilen oder losen Briefmarken
  • ungewöhnlich dicke, geprägte oder besonders wertvolle Einzelstücke

Flachbettscanner oder Fotoscanner mit Einzug?

Ein Fotoscanner mit automatischem Einzug spielt seine Stärke bei stabilen Karten in passenden Formaten aus. Mehrere Vorlagen können nacheinander verarbeitet werden. Verfügt das Gerät über eine Duplexfunktion, entstehen Vorderseite und Rückseite in einem Durchlauf. Bei großen Mengen entfallen damit viele wiederkehrende Handgriffe.

Der beste Scanner für Ansichtskarten ist dennoch nicht für jede Karte derselbe. In der Praxis hat sich eine Kombination bewährt. Gut erhaltene Standardkarten werden automatisch gescannt. Empfindliche Stücke bleiben getrennt und kommen auf den Flachbettscanner. Diese Aufteilung verbindet Geschwindigkeit mit einem vorsichtigen Umgang.

Vor jedem Stapel prüfe ich die Karten mit der Hand. Das Papier muss trocken und ausreichend glatt sein. Kanten dürfen nicht einreißen oder abstehen. Eine Karte, die bereits beim Einlegen auffällig wirkt, wird nicht automatisch transportiert. Dieses kurze Prüfen kostet wenig Zeit und verhindert unnötige Risiken.

Meine Erfahrung mit ScanDig in Unterhaching

Für meine Sammlung mit mehr als 10.000 Ansichtskarten suchte ich einen schnellen Fotoscanner, der Vorder- und Rückseiten in einem Durchgang erfasst. Gleichzeitig sollte er einfach zu bedienen sein und auch größere Kartenmengen zügig verarbeiten.

Am Sonntag bestellte ich den Scanner online. Am Montagmorgen rief ich zusätzlich bei ScanDig in Unterhaching an, weil ich vor der ersten Nutzung noch einige Fragen hatte. Dort nahm man sich Zeit für mich, erklärte alles verständlich und behandelte mich ausgesprochen freundlich und zuvorkommend. Außerdem bot man mir an, mich jederzeit wieder zu melden, falls bei der Installation oder beim ersten Einsatz Fragen auftreten sollten.

Da ich in Ungarn lebe, kann die Zustellung von Paketen aus Deutschland mitunter etwas aufwendiger sein. Ich habe jedoch das große Glück, nahe der österreichischen Grenze zu wohnen. Deshalb lasse ich meine Sendungen nach Heiligenkreuz im Lafnitztal liefern. Der Ort liegt direkt am Grenzübergang Rábafüzes–Szentgotthárd und ist für mich gut erreichbar.

Bereits am Mittwoch kam der Scanner dort an. Der Versand mit DHL von ScanDig in Unterhaching bis nach Heiligenkreuz im Lafnitztal dauerte damit nur zwei Tage. Diese schnelle Abwicklung hat mich sehr positiv überrascht.

Nach dem Auspacken begann ich sofort mit der Einrichtung. Ich verwendete die beigelegte DVD und installierte die Software direkt. Die einzelnen Schritte waren verständlich, und ich musste weder lange suchen noch komplizierte Einstellungen vornehmen. Nach knapp einer halben Stunde war der Scanner vollständig eingerichtet und einsatzbereit. Die angebotene Unterstützung brauchte ich daher gar nicht mehr in Anspruch zu nehmen.

Seitdem digitalisiere ich damit meine Ansichtskarten samt Vorder- und Rückseiten. Der Scanner nimmt mir einen großen Teil der früheren Handarbeit ab und erleichtert die Aufarbeitung meiner Sammlung erheblich. Vom freundlichen Telefonat über den schnellen Versand bis zur einfachen Einrichtung hat für mich alles gestimmt – und ich habe bis heute viel Freude an dem Gerät.

Ich freue mich sehr, dass ich eher zufällig bei ScanDig in Unterhaching gelandet bin. Sollte ich künftig wieder ein Gerät oder Zubehör aus diesem Bereich benötigen, werde ich dort sehr gern erneut Kunde sein.

36 Ansichtskarten mit beiden Seiten in etwa zweieinhalb Minuten

Mein erster größerer Praxistest bestand aus 36 alten Ansichtskarten aus den USA. Die Vorder- und Rückseiten wurden in ungefähr zweieinhalb Minuten digital erfasst. Das Sortieren vor dem Einlegen und die Kontrolle danach sind in dieser Zeit nicht enthalten. Trotzdem war der Unterschied zum bisherigen Arbeiten deutlich.

Dieser Wert ist keine allgemeine Garantie. Format und Papierzustand beeinflussen den Ablauf. Nach dem Scan kontrolliere ich, ob jede Karte vollständig sichtbar ist und die Rückseite eindeutig zur Vorderseite gehört. Die Geschwindigkeit des Geräts spart Zeit, ersetzt aber nicht die sorgfältige Prüfung.

PDF-Sammlerkatalog mit historischen Ansichtskarten aus Mainz und Abbildungen von Vorderseiten und Rückseiten Mainz-Sammlerkatalog mit Vorder- und Rückseiten ansehen

Der Katalog zeigt, warum eine eindeutige Zuordnung beider Kartenseiten für Beschreibung, Vergleich und spätere Auswahl wichtig ist.

Ansichtskarten mit 300 oder 600 dpi scannen?

Für eine digitale Bestandsübersicht, die Nutzung auf einer Website und viele normale Ausdrucke reichen 300 dpi häufig aus. Die Dateien bleiben überschaubar und können schnell geöffnet werden. Bei mehreren tausend Karten spielt auch der benötigte Speicherplatz eine Rolle.

600 dpi bieten mehr Reserve für kleine Verlagsangaben oder Poststempel. Ausschnittvergrößerungen profitieren ebenfalls davon. Diese Einstellung ist sinnvoll, wenn ein seltenes Einzelstück genauer untersucht oder für einen hochwertigen Katalog vorbereitet werden soll.

Eine höhere Zahl erzeugt jedoch nicht automatisch mehr echte Bildinformation. Ein grob gedrucktes oder bereits unscharfes Motiv wird durch 600 dpi nicht plötzlich detailreich. Die Auflösung muss zum Original und zur geplanten Verwendung passen. Für meine eigene Arbeit entscheide ich deshalb nicht pauschal für die gesamte Sammlung. Besondere Karten können anders erfasst werden als ein großer Bestand für die interne Übersicht.

Praktische Orientierung zur Auflösung

300 dpi: häufig ausreichend für Bestandslisten, Bildschirmansicht und normale Online-Darstellung.

600 dpi: sinnvoll bei kleinen Beschriftungen, feineren Details und geplanter Vergrößerung.

Warum Vorderseite und Rückseite zusammengehören

Eine Ansichtskarte erzählt auf beiden Seiten. Das Motiv zeigt den Ort oder die Bildidee, die ein Verlag verbreiten wollte. Die Rückseite dokumentiert, wie die Karte tatsächlich genutzt wurde. Datum, Handschrift und Poststempel schaffen einen persönlichen Zusammenhang.

Selbst ungelaufene Karten können auf der Rückseite wichtige Angaben tragen. Verlagsnamen, Seriennummern und Druckvermerke helfen bei der Einordnung. Eine frühere Preisnotiz oder ein Sammlervermerk kann ebenfalls aufschlussreich sein. Alte Ansichtskarten digitalisieren heißt deshalb für mich in der Regel, beide Seiten zu erhalten.

Bei einem Scanservice sollte klar sein, ob der genannte Preis den beidseitigen Scan umfasst. Ein günstiger Stückpreis verliert seinen Reiz, wenn jede Rückseite zusätzlich berechnet wird. Ebenso wichtig ist die Dateizuordnung. Zwei getrennte Ordner mit Vorderseiten und Rückseiten sind wenig hilfreich, wenn später nicht mehr sicher erkennbar ist, welche Dateien zusammengehören.

Historische Feldpost zeigt besonders deutlich, wie viel auf der Rückseite erhalten bleibt. Motive allein geben nur einen Teil des Zusammenhangs wieder. Handschriften und Stempel erweitern ihn um die konkrete Nutzung. In meinem Beitrag über Feldpostkarten von 1916 mit ihren historischen Rückseiten wird diese Verbindung sichtbar.

Scanner kaufen oder Ansichtskarten scannen lassen?

Ein eigener Fotoscanner kann sich bei mehreren tausend Karten lohnen. Das gilt besonders, wenn regelmäßig neue Konvolute hinzukommen. Die Karten können direkt nach dem Sortieren digitalisiert werden, und alle Einstellungen bleiben in der eigenen Hand.

Wer einen Fotoscanner kauft, übernimmt zugleich Reinigung, Kontrolle und Datensicherung. Bei einem einmaligen Bestand von 100, 300 oder 1.000 Karten kann ein Scanservice daher praktischer sein. Das Gerät würde nach Abschluss des Projekts möglicherweise ungenutzt bleiben, während Einarbeitung und Dateiorganisation zusätzliche Zeit beanspruchen.

Ein eigener Scanner passt eher, wenn …

  • die Sammlung mehrere tausend stabile Karten umfasst,
  • regelmäßig weitere Bestände hinzukommen,
  • die technische Arbeit gern selbst übernommen wird,
  • genügend Zeit für Kontrolle und Datensicherung vorhanden ist.

Ein Scanservice passt eher, wenn …

  • die Digitalisierung einmalig erfolgen soll,
  • kein weiteres Gerät angeschafft werden soll,
  • fertig zugeordnete Dateien im Mittelpunkt stehen,
  • Unsicherheit beim Umgang mit Auflösung und Dateiformaten besteht.

Ab wie vielen Karten lohnt sich ein eigener Fotoscanner?

Eine feste Stückzahl gibt es nicht. Die Entscheidung hängt vom Kaufpreis, von der eigenen Zeit und von der geplanten Nutzung ab. Eine Person, die regelmäßig Konvolute kauft, erreicht den praktischen Nutzen früher als jemand, der einen einmaligen Familienbestand digitalisieren möchte.

Bei einigen hundert Karten sollte der komplette Aufwand verglichen werden. Dazu zählen die Vorbereitung und die spätere Dateiverwaltung. Bei mehreren tausend gut erhaltenen Standardkarten wird ein schneller Einzug zunehmend interessant. Empfindliche Karten bleiben unabhängig von der Gesamtmenge ein Sonderfall.

Der Vergleich „Scanner kaufen oder digitalisieren lassen“ sollte deshalb nicht auf den Preis pro Karte reduziert werden. Ein eigenes Gerät bietet Freiheit, bindet aber Zeit. Ein Scanservice kostet Geld, nimmt jedoch einen großen Teil der technischen Arbeit ab.

Historischer PDF-Sammlerkatalog mit acht alten Ansichtskarten aus Frankfurt am Main Frankfurt-Sammlerkatalog mit acht historischen Ansichtskarten entdecken

Die großen Abbildungen der Vorder- und Rückseiten zeigen, wie aus einzelnen Scans eine geordnete und nachvollziehbare Dokumentation entsteht.

Was kostet es, Ansichtskarten scannen zu lassen?

Ein seriöser Preis lässt sich nicht allein aus der Stückzahl ableiten. Entscheidend ist zunächst, ob Vorderseite und Rückseite erfasst werden. Die Auflösung wirkt sich ebenfalls auf den Arbeitsaufwand und die Dateigröße aus.

Einheitliche Standardkarten lassen sich schneller verarbeiten als eine gemischte Sammlung. Sonderformate und empfindliche Stücke benötigen mehr Zeit. Auch die gewünschte Benennung der Dateien spielt eine Rolle. Eine fortlaufende Nummer ist einfacher als eine individuelle Bezeichnung nach Ort, Motiv und Jahr.

Wer Preise vergleicht, sollte nach dem vollständigen Leistungsumfang fragen. Dazu können Vorbereitung, beidseitiger Scan und Sichtkontrolle gehören. Beispielbilder helfen, Format und Zustand vorab einzuschätzen. Ein pauschaler Lockpreis ist wenig aussagekräftig, wenn Sonderformate oder empfindliche Karten später zusätzlich berechnet werden.

Wie ich die Scan-Dateien ordne

Scannen allein schafft noch kein digitales Archiv. Ohne verständliche Dateinamen entstehen lediglich neue Stapel auf der Festplatte. Vorderseite und Rückseite müssen eindeutig zusammengehören. Eine fortlaufende Nummer mit einem klaren Zusatz ist dafür oft ausreichend.

Die Ordnerstruktur richtet sich nach dem Inhalt. Regionale Sammlungen können nach Ländern und Orten gegliedert werden. Bei Familienpost ist eine zeitliche Reihenfolge häufig hilfreicher. Das System muss nicht kompliziert sein. Es sollte nach mehreren Monaten ohne neue Einarbeitung verständlich bleiben.

Zu jeder größeren Digitalisierung gehört mindestens eine Sicherungskopie. Nach tausenden Scans darf die Arbeit nicht von einem einzigen Datenträger abhängen. Eine zweite lokale Kopie oder ein geeigneter Cloud-Speicher schützt vor dem vollständigen Verlust.

Alte Fotos und Postkarten gemeinsam digitalisieren

In Familienarchiven liegen häufig Papierfotos und Ansichtskarten nebeneinander. Alte Fotos digitalisieren folgt ähnlichen Grundsätzen. Die Rückseite kann Namen, Jahreszahlen oder Ortsangaben enthalten. Ohne diese Informationen bleibt ein Bild später möglicherweise nicht mehr zuzuordnen.

Gut erhaltene Standardfotos können je nach Material automatisch eingezogen werden. Gezackte Ränder und stark gebogene Abzüge brauchen eine Einzelprüfung. Dasselbe gilt für empfindliche Oberflächen und Fotos mit Kleberesten. Eine Beschriftung auf der Rückseite sollte vollständig erfasst werden, bevor sie verblasst oder der familiäre Zusammenhang verloren geht.

Wer Fotos und Ansichtskarten scannen lassen möchte, sollte gemischte Formate bereits bei der Anfrage erwähnen. Dann kann der Arbeitsweg passend geplant werden. Das Ziel bleibt bei beiden Vorlagenarten gleich: Das Original wird geschützt, während eine gut nutzbare digitale Kopie entsteht.

 

Kleinere Sammlungen von Ansichtskarten und alten Fotos scannen lassen

Da ich meine eigene Sammlung derzeit digital aufarbeite, kann ich in begrenztem Umfang auch kleinere Sammlungen von Ansichtskarten, Postkarten und alten Fotos zum Scannen übernehmen. Das Angebot richtet sich vor allem an Menschen, die ihre Erinnerungsstücke sichern möchten, ohne dafür selbst einen Fotoscanner anzuschaffen.

Besonders interessant ist diese Möglichkeit für deutschsprachige Sammler und Familien in Ungarn. Da die Vorlagen innerhalb Ungarns verschickt werden können, bleiben die Versandkosten in der Regel überschaubar. Auch kleinere Bestände lassen sich dadurch sinnvoll und ohne aufwendigen Auslandsversand digitalisieren.

Vorab benötige ich lediglich eine ungefähre Stückzahl und einige Fotos der Sammlung. So kann ich einschätzen, ob überwiegend glatte Standardformate vorhanden sind oder einzelne empfindliche Karten und Fotos vorsichtiger behandelt werden müssen.

Vorderseite und Rückseite können gemeinsam erfasst und nachvollziehbar zugeordnet werden. Das ist besonders bei gelaufenen Ansichtskarten und alten Fotos mit handschriftlichen Angaben auf der Rückseite wichtig. Die fertigen Dateien können nach Absprache digital bereitgestellt oder auf einem neuen USB-Stick gespeichert werden.

Eine kleinere Sammlung zum Scannen anfragen

Für eine erste Einschätzung genügen die ungefähre Anzahl der Ansichtskarten oder Fotos sowie einige aussagekräftige Bilder des Bestands. Danach lässt sich in Ruhe klären, welcher Arbeitsweg geeignet ist und mit welchen Kosten zu rechnen ist.

Kleinere Ansichtskarten- oder Fotosammlung zum Digitalisieren anfragen

Häufige Fragen zum Scannen alter Ansichtskarten

Wie kann ich viele Postkarten schnell scannen?

Stabile Standardkarten lassen sich mit einem Fotoscanner und automatischem Duplex-Einzug stapelweise verarbeiten. In meinem Praxistest wurden 36 Karten einschließlich der Rückseiten in ungefähr zweieinhalb Minuten erfasst. Vorbereitung und Sichtkontrolle kommen hinzu.

Welche Auflösung ist für Ansichtskarten geeignet?

Für Bestandsübersichten und die Darstellung im Internet reichen 300 dpi häufig aus. 600 dpi sind sinnvoll, wenn kleine Beschriftungen genauer betrachtet oder Bildausschnitte vergrößert werden sollen.

Reichen 300 dpi für alte Ansichtskarten?

Für viele alltägliche Zwecke reichen 300 dpi. Soll die Karte später groß gedruckt oder im Detail untersucht werden, bietet eine höhere Auflösung mehr Spielraum.

Welcher Scanner kann Postkarten beidseitig automatisch scannen?

Benötigt wird ein Fotoscanner mit automatischem Einzug und Duplexfunktion. Vor dem Kauf müssen die unterstützten Kartenformate und Papierstärken mit der eigenen Sammlung verglichen werden.

Kann ein Einzugsscanner alte Ansichtskarten beschädigen?

Bei stabilen und sauberen Karten ist das Risiko gering, aber nicht vollständig ausgeschlossen. Eingerissene, stark gewellte oder beklebte Karten gehören auf einen Flachbettscanner oder in eine andere vorsichtige Einzelbearbeitung.

Ab wie vielen Karten lohnt sich ein eigener Scanner?

Eine allgemeingültige Grenze gibt es nicht. Bei mehreren tausend Karten und regelmäßiger Nutzung ist ein eigenes Gerät eher sinnvoll. Für einen einmaligen Bestand von einigen hundert Karten kann ein Scanservice wirtschaftlicher und bequemer sein.

Was kostet es, Ansichtskarten scannen zu lassen?

Die Kosten hängen von Stückzahl, Zustand und gewünschter Auflösung ab. Relevant sind außerdem der beidseitige Scan und die Dateibenennung. Ein konkreter Preis setzt deshalb eine kurze Beschreibung des Bestands voraus.

Sollten Ansichtskarten auf Vorder- und Rückseite digitalisiert werden?

Bei gelaufenen Ansichtskarten sollten beide Seiten gescannt werden. Die Rückseite enthält oft Poststempel, Handschrift und Verlagsangaben. Selbst bei ungelaufenen Karten können Druckvermerke für die spätere Einordnung wichtig sein.

Kann ich alte Fotos mit beschrifteter Rückseite scannen lassen?

Ja. Bei alten Fotos sollte die beschriftete Rückseite zusammen mit der Bildseite erfasst und eindeutig zugeordnet werden. Empfindliche oder ungewöhnlich geformte Abzüge brauchen eine vorherige Prüfung.

Fazit: Der passende Arbeitsweg schützt die Sammlung

Für meine Sammlung mit weit mehr als 10.000 Karten war ein schneller Fotoscanner mit automatischem Einzug eine sinnvolle Anschaffung. Er verkürzt die Arbeit bei gut erhaltenen Standardkarten erheblich und erfasst beide Seiten in einem Durchlauf. Der Flachbettscanner bleibt trotzdem unverzichtbar, sobald ein Original empfindlich oder ungewöhnlich geformt ist.

Ein eigener Scanner ist nicht für jeden Bestand die beste Lösung. Wer einmalig alte Postkarten digitalisieren möchte, muss kein Gerät kaufen, das später ungenutzt bleibt. In diesem Fall kann ein Scanservice die praktischere Entscheidung sein. Maßgeblich sind die Menge und der Zustand der Sammlung. Der geplante Verwendungszweck bestimmt die passende Auflösung.

Für mich verbindet die Digitalisierung zwei Bereiche, die seit Langem zusammengehören: die Freude an alten Ansichtskarten und die sorgfältige Dokumentation ihrer Geschichte. Technik steht dabei nicht im Mittelpunkt. Sie soll helfen, Motive und Rückseiten zugänglich zu machen, ohne den Wert des Originals aus dem Blick zu verlieren.

Über die Autorin

Marion Schanné sammelt seit Jahrzehnten alte Ansichtskarten. Derzeit arbeitet sie ihre Sammlung von mehr als 10.000 Karten systematisch auf und erstellt daraus digitale Archive sowie Sammlerkataloge. Ihre Erfahrungen mit dem beidseitigen Scannen und der Behandlung unterschiedlicher Kartenformate bilden die Grundlage dieses Beitrags.

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